Nackenschmerzen sind ganz übel, und können die Lebensqualität enorm beeinträchtigen. Deshalb will und sollte man sie möglichst schnell los werden. Nackenschmerzen-Übungen können sehr hilfreich sein.

Nackenschmerzen können durch die Stress-Haltung entstehenFrüher wusste ich nicht, wie einfach das ist. Seit ich diese Übung kenne, kann ich mir jederzeit Erleichterung verschaffen. Diese Erleichterung tut einfach gut, und hilft sich in dem Moment besser zu fühlen.

Klar ist auch, dass sie das Grundproblem nicht lösen kann.

Das lässt sich mit keinen noch so tollen Nackenschmerzen-Übungen lösen, denn es hat mit der Lebenshaltung und mit dem Grad zu tun, in dem wir Stress in unser Leben lassen. Das kann man ändern. Dazu weiter unten mehr. Erst mal die versprochene Übung.


► Falls du es noch nicht bemerkt hast: 
Diese Übung ist Teil des “3-Schritte-Programm gegen einen steifen Nacken“.
Wenn dich das gesamte Programm interessiert, dann schau es dir hier an.


Anleitung: Übung bei Nackenschmerzen

#1 – Korrekte Haltung für die Übung einnehmen

  1. Setze dich sehr gerade hin.
    Das ist extrem wichtig. Lehne dich auf keinen Fall irgendwo an, und sorge dafür dass deine Wirbelsäule so aufgerichtet ist, als wenn du einen Besenstiel verschluckt hättest.
  2. Achte darauf, dass die Schultern gleich hoch sind.
    Ziehe also nicht eine Schulter höher als die andere, und sitze nicht seitlich geneigt. Es ist manchmal unglaublich, wie sehr man sich verzieht.
  3. Lass Arme und Hände rechts und links locker herab hängen.
    Sie dienen als Gewicht, um die Schultern unten zu halten.
  4. Halte den Kopf mittig geradeaus.
    Schaue also gerade nach vorne, und auf keinen Fall zu Seite. Vor allem deine Nase sollte gerade nach vorne gerichtet sein. Da bleibt sie auch. Diese Übung beinhaltet keinerlei Kopfdrehung. Die Nase bleibt vorne.

#2 – Seitliche Nackenmuskeln dehnen

  1. Lass dein rechtest Ohr seitlich zur rechten Schulter sinken.
    Stell dir dazu vor, du willst deinen Kopf gemütlich auf deiner rechten Schulter ablegen. Ziehe auf keinen Fall die Schulter hoch, sondern lass das rechte Ohr langsam aber sicher Richtung Schulter sinken.
    Du wirst nicht so weit kommen, das geht anatomisch nicht. Und bei Nackenschmerzen schon mal gar nicht. Verspannte Nackenmuskeln verhindern oft eine starke Bewegung in diese Richtung. Deshalb bleib unbedingt sanft. Das ist ok. Geh nur soweit, wie die Dehnung der linken Hals-Seite bzw. der linksseitigen Nackenmuskeln angenehm bleibt.
    Dort halte die Übung 5 Atemzüge lang.
  2. Gerade sitzen und beobachten.
    Dann komm langsam wieder  hoch und halte den Kopf 5 Atemzüge lang in der Mitte. Beobachte, wie deine Muskeln auf diese ungewohnte Dehnung reagieren.
    Bleib gerade!
  3. Lass dein linkes Ohr seitlich zur linken Schulter sinken.
    Dann übe die andere Seite. Genauso sanft, genauso achtsam. Genauso lang.
  4. Und wieder gerade sitzen und beobachten.
    In diesen Beobachtungsphasen kannst du Reaktionen deiner Nackenmuskeln beobachten. Diese Pausen sind wichtig, damit deine Nackenmuskeln ihre Grundspannung neu justieren können. Deshalb lass das nicht aus.

#3 – Gesamte Nackenmuskeln dehnen und aktivieren

  1. Hebe dein Brustbein, und lasse dein Kinn Richtung Brustbein sinken.
    Hier gilt dasselbe: Ruhige, sanfte Bewegung frei von Druck und Zwang. Erlaube deinen Nackenmuskeln einfach, mal loszulassen.
    Eine sanfte Dehnung löst Nackenverspannungen auf, eine zu starke Dehnung kann sie verschlimmern. Besser ist es bei der sanften Dehnung zu bleiben, und diese einige Zeit lang wirken zu lassen. Gib deinen Muskeln Zeit, sich dehnen zu lassen. Warte einfach entspannt ab, und beobachte was passiert.
    5 Atemzüge halten.
  2. Gerade sitzen und beobachten.
    Die beobachtbare Reaktion im Nacken ist jetzt deutlich zu spüren. Als nächstes kommt eine kleine Herausforderung – deshalb warte mit dem nächsten Schritt solange, bis deine Muskeln bereit sind.
  3. Lass den Kopf langsam nach hinten sinken.
    Nur soweit, wie das angenehm bleibt. Auf keinen Fall zu schnell, sondern wirklich sehr langsam. Lass deinen Muskeln die Zeit die sie brauchen, um mitzukommen. Sie kennen diese Bewegung vermutlich nicht.
    Geh nur soweit mit dem Kopf nach hinten, wie sich das gut anfühlt. Nicht weiter. Erzwinge nichts. Mit dieser Richtung musst du wirklich vorsichtig sein.
  4. Sitze wieder gerade und beobachte.
    Du wirst deutliche Wirkungen spüren. Beobachte einfach, was da gerade geschieht. Achte auch darauf, wie sich deine Stimmung dabei ändert.

Diese Übung dauert nur wenige Minuten. Übe sie 3-5 Mal über den Tag verteilt. Dann wirst du bald interessante Veränderungen in der Grundspannung deiner Nacken-Muskeln verspüren. Sie werden mit der Zeit immer lockerer und geschmeidiger.

Über die Ursache von Nackenschmerzen, und welche Übungen dir helfen können, sie gar nicht erst entstehen zu lassen.

Nackenschmerzen-Übungen helfen Stress zu lösenDie Haupt-Ursache von Nackenschmerzen – neben einem zu dicken Kopfkissen – ist eine permanent vorgebeugte Haltung. Gegen die helfen keine Nackenschmerzen-Übungen.

Die vorgebeugte Haltung KANN vom Sitzen am Schreibtisch kommen. MUSS es aber nicht. Denn auch am Schreibtisch kann man so gerade sitzen, dass es keine Nackenschmerzen gibt.

Aber warum schaffst du das nicht?

Nicht nur wegen deiner schwachen Rückenmuskeln. Auch nicht, weil du zu wenig Nackenschmerzen-Übungen machst.

Es gibt noch einen Grund. Einen, der viel tiefer sitzt.

Es ist dein Lebensgefühl.

Deine Grundstimmung ist so, dass du dich klein machst. Du kämpfst hartnäckig an deiner Baustelle, und davon bekommst du einen harten Nacken.

Merkst du was? Dein Körper will dich auf etwas aufmerksam machen. Er will, dass du dich aufrichtest. Denn wenn du dich aufrichtest, entsteht in dir drin sofort eine völlig andere Grundstimmung. Probiere es mal aus. Setze dich kerzengerade hin, und beobachte, was das mit deiner aktuellen Stimmung macht.

Wie du deine gewohnte, vorgebeugte Haltung verändern kannst

Nackenschmerzen-Übungen gegen Stress und für mehr EntspannungUm dein Nackenproblem grundlegend zu bessern, ist es erforderlich an deiner Gundstimmung zu arbeiten. An deiner Haltung in deinem Körper, und dem Leben gegenüber.

Es geht darum dir gleichzeitig mehr Lebensmut und eine klare Aufrichtung zu geben. Dann brauchst du keinen Schutzpanzer im Nacken mehr.

Genau mit diesem Ziel habe ich den Helden-Yoga-Kurs entwickelt. Da geht es um genau dieses Thema. Da arbeiten wir an den vielen, vielen Details, die eine wirklich gute Haltung ausmachen. Dass davon Schulter-Nacken-Beschwerden weg gehen, bestätigen mir die Teilnehmer immer wieder. Ist ja auch logisch, oder?

Wenn du deinem Nacken und deinen Schultern zuliebe an deiner Grundhaltung arbeiten willst, dann wäre Helden-Yoga für dich passend. Es liegt an dir, ob du bereit bist an deiner Grundhaltung zu arbeiten. Bist du es?

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