Wieviele Menschen leiden unter Stress?

82% der Deutschen zwischen 30 und 39 Jahren geben an, mindestens “manchmal” gestresst zu sein. 71% derselben Altersgruppe geben dabei zu, dass der Stress in den letzten Jahren zugenommen hat. Bei den 18-29-jährigen sind es sogar 75%. (Quelle: TK-Stressstudie von 2016)

46% geben dabei an, von der Arbeit gestresst zu sein, 43% stressen sich mit ihren hohen Ansprüchen selbst. 56-63% begegnen ihrem Stress mit “Durchhalten”. 68% versuchen ihren Stress zu bewältigen, indem sie einfach “Faulenzen”.

Dabei ist das eine der am wenigsten wirksamen Methoden. Gezielte Stressbewältigung und systematische Entspannung wirken deutlich besser. Beides geht mit Yoga ganz vorzüglich.

Yoga als Stress-Therapie

Vergleichende Studien haben bewiesen, dass besonders Yoga bereits nach kurzer Zeit beim Stressabbau und bei der Förderung der psychischen Gesundheit wirksam ist.
(Quelle: A Single Session of an Integrated Yoga Program as a Stress Management Tool for School Employees: Comparison of Daily Practice and Nondaily Practice of a Yoga Therapy Program.)

Weitere Studien zeigen die Vorteile von Yoga und Achtsamkeit, bzw. Meditation speziell bei Stress auf:

Wie hilft Yoga bei Stress?

Um zu verstehen, warum und wie Yoga hilft mit Stress besser um zu gehen, wollen wir in den Stressmechanismus etwas tiefer einsteigen.

Stress Definition

Stress ist eine erhöhte körperliche oder seelische Anspannung. Eine Belastung, die bestimmte Reaktionen hervorruft, und zu Schädigungen der Gesundheit führen kann.

Da fällt eines gleich auf: “Körperliche oder seelische Anspannung”.

Die meisten von uns haben keinen körperlichen, sondern eher seelischen Stress, im Extremfall bis hin zur Stress-Depression. Seelischen Stressauswirkungen begegnet man logischerweise am ehesten mit seelischen Maßnahmen, nicht mit körperlichen Methoden.

Obwohl natürlich auch körperliches Auspowern sehr gut tut, und hilft den bereits aufgebauten Stress schneller wieder los zu werden. Wer sich systematisch auf körperlicher Ebene fordert, ist danach wohlig entspannt. Und das tut zweifelsohne sehr gut.

Auch ist es unbestritten, dass ein fitter und trainierter Organismus mit den stressbedingten, körperlichen Reaktionen besser zurecht kommt. Die bekannten Stress-Symptome wie Blutdruckanstieg, Muskelvoranspannung und beschleunigter, verflachter Atem werden dann vom Organismus besser weggesteckt.

Körperliches Training ist durchaus sinnvoll. Nur … wer auf seelischer Ebene arbeitet, kann sich systematisch in einen Zustand der Stress-Resistenz bringen. Er kann dafür sorgen, dass sein Stress an ihm vorbei fließt.

Wer den Stress an sich abperlen lassen kann, kommt gar nicht erst in den Stress-Prozess hinein. Stressbewältigung und Achtsamkeit spielen hier Hand in Hand.

Die Yogis nennen diesen Zustand “Asamsakti“. Das bedeutet:

Von nichts berührt

Die Rolle der Achtsamkeit bei Stress

An dieser Stelle kommt die Achtsamkeit ins Spiel. Wer ein mittels erhöhter Achtsamkeit sehr klares Bewusstsein entwickelt hat, bemerkt den Stress schon, wenn er noch als kleiner Keim im Geist ankommt. In diesem frühen Stadium ist es leicht, die emotionalen, stressfördernden Reaktionen abzufangen und aufzulösen.

Wer so früh auf seine stressauslösenden Einflüsse reagiert, ist zwar noch nicht in Asamsakti, dem Zustand in dem man von nichts berührt wird. Aber man ist zumindest in einem gehobenen Bewusstseinszustand, in dem man sehr früh bemerkt, was mit einem selbst gerade geschieht. Wer Stressbewältigung und Achtsamkeit kombiniert, hat zwei Vorteile:

Vorteil 1: Es wird ein frühzeitiges Gegensteuern möglich

Wer nix merkt, kann auch nicht gegensteuern. Und die meisten bemerken diese Einflüsse erst, wenn sie bereits sehr stark sind. Weil sie nie ihre Achtsamkeit darauf lenken.

Sehr viele Menschen lenken sich statt dessen lieber ab, und hoffen der Kelch geht an ihnen vorüber. Das ist eine Art Vogel-Strauss-Strategie. Dagegen hilft auch abhängen auf den Sofa nicht, weil der Stressimpuls auf emotional-geistiger bzw. seelischer Ebene aktiv bleibt. Er ist auch im Unbewussten sehr rege, und beeinflusst den gesamten Organismus und die Psyche. So rutscht man unbemerkt immer tiefer in den Stressprozess hinein.

Vorteil 2 der Achtsamkeit:

Der nächste Schritt ist ebenfalls von einem geschulten Bewusstsein abhängig.

Wer ein gut geschultes Bewusstsein hat, ist in der Lage sich direkt auf emotional-geistiger Ebene aus dem Stress-Mechanismus heraus zu ziehen. Es geht darum, die dem Stress-Auslöser zugrunde liegende Emotion loszulassen und aufzulösen.

Stressbewältigung und Konflikt Entspanung

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So individuell, wie die dem Stress zugrunde liegenden Emotionen sind, so allgemein ist die Gegenmaßnahme. Sie lautet:

In den Konflikt entspannen

Ja ich weis, klingt paradox. Aber gerade Paradoxen sind die Lernaufgaben, die uns im Leben weiter bringen. Das ist das Geheimnis hinter den Koans, den buddhistischen Meditationsaufgaben.

Auch im Yoga arbeiten wir mit diesem Effekt, indem wir in den Asanas und Pranayamas mit verstärkter Achtsamkeit und Konzentration arbeiten. Im Fokus stehen immer das Loslassen, die Atembewusstheit und verschiedene weitere Konzentrationsaufgaben.

Mit diesem Aufgaben lernt der Yogi seine unbewussten inneren Prozessse kennen, und zu beeinflussen. Bis hin zu klarer Selbststeuerung.

Und ja, das braucht Training. Das geht nicht schnell.

Aber das ist das Geheimnis des Yoga, warum Yoga bei Stress so gut hilft.

Dieses Training findet in meinen Yoga-Kursen in Papenburg statt

In den Kursen ist die Gelegenheit, wo du dieses Training zur Auflösung negativer Emotionen ganz praktisch “Live und in Echt” erleben und genießen kannst.

Hier erfährst du mehr darüber:

mit yogischer Achtsamkeit in die emotionale Balance 

 

Es ist eine tolle Wertschätzung meiner Arbeit, wenn du sie teilst.