#2 – Anleitung: Mentales Abschalten mit Yoga

Mental Abschalten

Eins ist klar: Yoga ist eine Geistige Disziplin, welche auf allen 5 Ebenen wirksam ist. Bewusstes mentales Abschalten ist die Hauptdisziplin der Yogis.

Der Körper wird aus yogischer Sicht lediglich als ein Anhängsel des Geistes betrachtet. Die Methoden mit denen der Yogi seinen Geist steuert, gehen daher weit über die sportlichen Aspekte der Yoga-Asanas heraus.

Hier steht, wie mentales Abschalten mit Mantras gelingt, und wieso sie so unglaublich wirksam sind.

Die Gedanken mit Yoga zur Ruhe bringen *

Egal ob du Yoga auf deiner eigenen Matte zuhause praktizierst, oder ob du in einen Yogakurs gehst, normalerweise kommst du aus deinem prallgefüllten Alltag. Das bedeutet, dass dein Geist zu Beginn der Yogastunde alles andere als ruhig und entspannt ist.

Im Normalfall drehen sich die Gedanken weiter. Und wenn du Yoga zu dir einladen möchtest, dann musst du dich von deinen Gedanken befreien.

Die Anfangsentspannung hat bereits einen Teil dazu geleistet. Allerdings sorgt sie im Normalfall nicht wirklich für Ruhe. Sie befreit den Geist nicht von seinem Denken. Sie ist lediglich gut um einige Emotionen etwas zu lockern, welche den Geist so richtig unter Druck setzen. Damit bereitet Sie den nächsten Schritt vor.

Systematisches mentales Abschalten mit Klang *

Um nach der Anfangsentspannung unserem Geist mitzuteilen, dass wir jetzt Ruhe im Oberstübchen wünschen, müssen wir etwas besonderes tun. Wir müssen ihn aus seinen routinemäßigen Denkvorgängen herausholen.

Dies tun wir dadurch dass wir etwas tun, das im Alltag nicht vorkommt: Wir Chanten ein Mantra.

Mantra-Chanting folgt einem ganz bestimmten Aufbau *

Mental Abschalten

Wir konzentrieren uns, und Chanten erst mal drei mal hintereinander ein möglichst lang gezogenes Ooommm.

  1. Dies führt zu verlängertem Ausatem in Verbindung mit Klangschwingungen die aus dem eigenen Kehlkopf kommen. Das lange Ausatmen hat zur Folge, dass unser gesamtes Körpersystem herunterfährt. Langer Ausatem senkt physiologisch Pulsrate und Blutdruck.
  2. Der Vokal “Ooo”, der hier eine große Rolle spielt, triggert ganz bestimmte unbewusste Emotionen an. Stelle einfach mal vor, in welchen Situationen du ganz spontan ein lang gezogenes Ooo von dir gibst. Das tust du nicht zufällig, sondern aus einer inneren Absicht heraus.
  3. Nach dem Ooo folgt das Mmm. Zusammen ergibt es das Ooommm. Auch das Mmm ist ein Laut, welchen wir aus unserer unbewussten, emotionalen Natur heraus in ganz bestimmten Situationen von uns geben. Auch diese Emotionen werden mit dem Chanten des Ooommm angetriggert.
Tradtionelle Schreibweise des Mantras "Ooommm"

Tradtionelle Schreibweise des Mantras “Ooommm”

Nach dem Einschwingen mit Ooommm folgt das eigentliche Mantra *

Auch Mantras triggern in uns ganz konkrete Emotionen an. Jeder Vokal hat ganz konkrete Wirkungen, die sich in Abhängigkeit der ihn umgebenden Konsonanten spezifisch verhalten.

Oder anders formuliert:
jede Silbe hat eine konkrete Wirkung. Diese Wirkungen werden von der Mantrawissenschaft sehr gezielt genutzt.

Zusätzlich zu den Wirkungen der Vokale und Silben wirken auch die im Mantra realisierten Rhythmen und Tonfolgen. Wir wissen aus der Musik, dass auch diese Dinge sehr spezifische Wirkungen auf unseren Geist haben.

Die westliche Wissenschaft erforscht und bestätigt das seit langem.

Die Mantrawissenschaft macht sich all dies zu Nutze *

  1. Silben
  2. Tonschwingung
  3. Tonfolgen
  4. Rhythmus

Diese spezifische Kombinationen hat immer einen ganz besonderen Nutzen. Verändert man irgendetwas an den Zutaten, ruft man ein entsprechend verändertes Ergebnis hervor.

Deshalb ist es wichtig sich sehr genau an die korrekte Art das Mantra zu rezitieren zu halten, wenn man den zugehörigen Nutzen auch wirklich erreichen möchte.

Unser angestrebter Nutzen ist: Geist abschalten!

Um dieses Ziel zu erreichen, chanten wir zu Beginn der Yogastunde ein Mantra, welches uns hilft den Alltag loszulassen und uns auf unser Inneres einzulassen.

Welches Mantra? *

Es gibt sehr viele verschiedene Mantras, mit denen man eine Yogastunde sehr gut einleiten kann. Um es den unerfahrenen Teilnehmern leichter zu machen, wähle ich jedes Mal ein ganz bestimmtes Mantra, welches immer dasselbe ist.

Es hängt auch als Bild an der Wand, so dass jeder der mag mitlesen kann. So lernt es sich leichter.

In Papenburg verwenden wir für den Beginn einer Yogastunde jedes Mal das Gayatri Mantra. Folge diesem Link (Gayatri), um mehr darüber zu erfahren.

Auf das Mantra folgt Ooommm und Shanti *

Shanti heißt Frieden, und wir singen es drei mal, um Frieden jeweils an Körper, Geist und Seele zu senden.Damit wünschen wir sowohl uns selbst, wie auch allen Wesen Frieden.

Die spezifischen Wirkungen des Mantrachantens können von energiesensiblen Menschen sehr bewusst wahrgenommen werden. Sensible Menschen spüren auch ohne jegliche Erläuterung über die Bedeutung des Mantras ganz genau was es mit ihnen macht.

Wenn du jetzt sagst du spürst nichts, dann bedeutet das auf keinen Fall des diese Wirkung sich bei dir nicht entfalten würde. Es heißt lediglich, dass du es nicht beobachten kannst. Das ist alles. Die Kraft der Mantras ist sehr, und sie wirkt meiner Meinung nach immer.

Mantras kann man nicht wirklich übersetzen *

Man kann sagen, dass die wörtliche Bedeutung der Sanskrit Silben oder Sanskrit Worte nicht unbedingt den wirklichen Nutzen des Mantras widerspiegelt. Die Übersetzung kann diesen nur grob skizzieren.

Um mit einer Übersetzung (in diesem Sinne) etwas anfangen zu können, muss man sich intensiv mit der Tiefe und Bedeutung der Sanskrit Worte beschäftigt haben. Sanskrit ist eine uralte Sprache, und extrem vielschichtig. Es ist eine sehr bildbereiche und symbolstarke Sprache. Sanskrit Worte und Sätze sind nicht so leicht zu übersetzen, wie moderne Sprachen.

Deshalb empfehle ich immer, …

  • sich einfach auf den Klang einzulassen und der Wirkung nachzuspüren.
  • Das ist etwas das wirklich jeder machen kann, und für sich nutzen kann.

Das Gayatri Mantra *

Gayatri-MantraZum Beginn der Yogastunde chanten wir immer das Gayatri-Mantra.

Dieses ist auch das Mantra der Homas, die wir hier in Papenburg regelmäßig durchführen. Wenn du dem Link folgst, wirst du eine weitere wunderschöne Vertonung des Gayatri Mantras finden.

Es ist eins der ältesten und berühmtesten Mantras auf dieser Welt. Es wird oft vertont, und landet in irgendwelchen Charts.

Kreative Gayatri-Vertonungen auf Youtube *

YouTube ist voll von solchen Beispielen. Wenn du magst, kannst du ja mal ein bisschen recherchieren. Dazu folge einfach diesem Link:
https://www.youtube.com/results?search_query=gayatri

Die traditionelle Form der Rezitation *

Da es mir vorrangig um die yogischen Wirkungen des Mantras geht, rezitieren wir es in Yogastunden immer in der traditionellen Form.

In der traditionellen Rezitationsform ist die Wirkung eindeutig am stärksten.

Da jede Art von Klang, Ton und Rhythmus spezifische Wirkungen hat, verändert sich die Wirkung des Mantras, sobald man irgend etwas an der Rezitationsform verändert.

Also die veränderung der Art ein Mantra zu singen verändert seine Wirkung.

Ist ja auch logisch.

Diese andere Wirkung kann auch sehr schön sein, entspricht aber in keinem Fall der, welche ursprünglich mit der traditionellen Rezitationsform angestrebt wurde. Und diese ist aller Erfahrung nach immer die tiefste, im Hinblick auf das oberste Ziel des Yoga:

Mentales Abschalten – Stoppen des Gedankenkarussels

Und im Yoga wollen wir unsere Gedanken zur Ruhe und den Körper in wohlige Entspannung bringen. Das ganz ursprüngliche Ziel jedes Yoga in all seinen Formen und Gestalten wird in den Schriften definiert als:

Yogas Chitta Vritti Nirodha

“Yoga ist das zur Ruhe bringen der Gedanken im Geiste”

Damit ist alles gesagt.

Genau das wollen wir erreichen.

Deshalb bleiben wir zumindest in Yogastunden bei der traditionellen Form der Mantrarezitation.

Du willst das auch in der Praxis erfahren? *

Klicke hier, um näher ran zu kommen

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